1. Mannschaft : BFV Hallenmeisterschaft VORR in Monheim

1. Mannschaft : BFV Hallenmeisterschaft VORR in Monheim

Ergebnisse

Als eines der torreichsten Vorrundenturniere der Donau Rieser Hallenmasters wird das Turnier in Monheim in die Annalen eingehen. Insgesamt fielen 53 Tore in der regulären Spielzeit.

Am Ende jubelten andere. Der eigentliche Sieger stand dabei etwas abseits: Es war Johann Zach vom SV Genderkingen. Dabei hatte der Kreisligist beim Vorrundenturnier des Futsal-Hallenmasters um den Disco-Kingz-Cup in Monheim gar nichts zu bestellen. Im Gegenteil: Die Mannschaft war nach etwas mehr als einer Stunde und 21 Gegentoren hoffnungslos untergegangen. Doch beim SVG kickte mit Johann Zach ein Fußball-Oldie mit. Er ist 60 Jahre alt.

„Ich bin eingesprungen, damit wir nicht absagen mussten“, erklärte Zach und Abteilungsleiter Dominik Fritsch erklärte: „Mit Müh und Not haben wir eine Mannschaft zusammenbekommen.“ Bei den Stammkräften der Mannschaft war unmittelbar vor dem Turnier offenbar die Verletzungsangst umgegangen.

Die anderen Teams boten durchaus ihre besten Formationen auf. Am Ende qualifizierten sich für das Endturnier am Dreikönigstag in Nördlingen der TSV Monheim und mit dem TSV Wolferstadt die „Mannschaft der vergangenen Wochen“. Manfred Spenninger hatte im Halbfinale seines TSV Wemding ständig von der Seitenlinie Anweisungen gegeben. Doch im Sechs-Meter-Schießen zogen die Wallfahrtsstädter gegen den Lokalrivalen aus Wolferstadt (gespickt mit Spielern, die in Wemding wohnen) den kürzeren. Der TSV-Abteilungsleiter war sichtlich bedient, ebenso wie Torhüter Marco Di Candia. Er hatte seine Mannschaft mit Prachtparaden lange im Spiel gehalten, blieb auch nach einer Verletzung im Kasten, vermochte dann aber im Sechs-Meter-Schießen keinen einzigen von drei Schüssen der Wolferstädter zu parieren.

Im zweiten Halbfinale hatte Kreisligist TSV Bäumenheim nicht den Hauch einer Chance. Gastgeber Monheim fertigte die Bumberger-Truppe klar mit 6:1 ab. Nun aber stehen die Jurastädter vor einem kleinen Problem: Sie wollen einerseits bei einem Hobbyturnier in der Heimatstadt gut abschneiden, anderseits aber auch in Nördlingen ihre beste Mannschaft aufbieten. Nur dumm, dass beide Veranstaltungen am gleichen Tag sind. „Priorität hat Nördlingen. Ich werde mit den Jungs reden“, hat unmittelbar nach dem Halbfinal-Sieg Spielführer Florian Pfefferer bereits angekündigt. Unbedingt in Nördlingen dabei haben will er Lukas Felbinger und Tobias Roßkopf, die (aus der A-Jugend kommend) eine Verstärkung dargestellt hätten.

Rund 100 Zuschauer, darunter Monheims Bürgermeister Günther Pfefferer, verfolgten die Spiele und sahen „spannende und gute Auseinandersetzungen“, wie Spielleiter Heiko Loder anerkannte. Nur knapp am Einzug ins Finale war der FSV Buchdorf gescheitert, der nach einem 3:3 gegen den TSV Bäumenheim durch ein 1:3 gegen den späteren Qualifikanten Wolferstadt ausschied. Trotzdem zeigten die Buchdorfer, warum sie zum Ende der Spielrunde 2017 aufsteigende Form mit guten Ergebnissen zeigten. Ein Buchdorfer durfte sich trotzdem freuen: Michael Schäftner wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Die meisten Treffer, nämlich acht, erzielte der Monheimer Lukas Felbinger. Als bester Spieler wurde Robert Hofmann vom TSV Wolferstadt gekürt.

In die Kritik gerieten teilweise die Schiedsrichter. Sie hätten bei Fouls, so der allgemeine Tenor der Aktiven, härter durchgreifen müssen. „Da muss man die Regeln vielleicht schon noch überdenken“, meinte ein Akteur, nachdem er mehrmals hart attackiert wurde. Auch Verletzungen blieben nicht aus. Unterdessen erklärte Spielleiter Loder mehrmals die manchmal nicht ganz einfachen Futsal-Regeln: Noch gäbe es die Zwei-Minuten-Strafe nicht, obwohl sie immer wieder gefordert worden sei.

 

 

 

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