Warum Wolferstädter Fußballer zum Training einfliegen

Die Kicker des TSV Wolferstadt beginnen die Partnerschaft mit dem TSV Wemding spektakulär. Wie es dazu kam und wo gespielt wird.

Zur neuen Saison gehen die Fußba

Zur neuen Saison gehen die Fußballer des TSV Wemding und des benachbarten TSV Wolferstadt eine Kooperation ein. Erst seit Kurzem ist die Nachricht offiziell, schon am Freitag absolvierten die Fußballer beider Vereine ihr erstes gemeinsames Training. Ein besonderer Anlass, hatten sich einige Kicker aus Wolferstadt gedacht – und legten gleich einen spektakulären Auftritt auf der Wemdinger Robertshöhe hin: Sie schwebten mit einem Helikopter ein. Und das war Ehrensache.

Daniel Langer und Markus Hönle hatten ursprünglich die Idee, umgesetzt haben sie sie zusammen mit Johannes Hönle und Julian Hönle. Der Beginn der Geschichte liegt bereits ein gutes Jahr zurück. Markus Hönle und Daniel Langer wetteten damals mit Spartenleiter Alexander Wager, dass sie 100 Liter Freibier sowie ein Spanferkel bekommen, falls es zur damals bereits angedachten Spielgemeinschaft (SG) mit Wemding kommt und sie zum ersten Training mit dem Hubschrauber anreisen. Die Geschichte blieb bei den beiden Kickern stets im Hinterkopf und wurde Stück für Stück vorbereitet. Bei der Abschlussfeier zur abgebrochenen vergangenen Saison wollten sie kürzlich noch einmal eine Bestätigung von Wager, ob die Wette noch gilt – die sie auch bekamen. „Dann haben wir den Hubschrauber gebucht“, berichtet Langer – glücklich darüber, dass die Aktion bei den Anwesenden auf jeden Fall gut ankam. Den entsprechenden Anbieter für derartige Flüge fand man in München. Und so ungewöhnlich der Einflug ist, so ungewöhnlich ist auch die Konstellation für das neue Jahr.

Spielgemeinschaft Wemding und Wolferstadt: Konzept neu im bayerischen Fußball

Das von beiden Vereinen entwickelte Konzept ist komplett neu und wurde auf Anfrage vom Bayerischen Fußball-Verband genehmigt. Damit es auch umgesetzt werden konnte, musste der TSV Wemding mit seiner ersten Mannschaft, die eigenständig bleibt, mindestens in der Kreisliga spielen – was durch den Aufstieg nun der Fall war. Das erste Wolferstädter Team und die zweite Wemdinger Elf bilden die SG, die den Platz des TSV Wolferstadt in der Kreisklasse Nord I einnimmt. Dazu kommt noch eine dritte Mannschaft (SG II) in der Reserverunde der Kreisklasse.

Am Freitagabend ahnten die Wemdinger Fußballer nichts, während ihre neuen Kollegen auf dem Weg in Wallfahrtsstadt waren. Kurz nach 18 Uhr kündigte ein Knattern das weiße Fluggerät an, der Pilot drehte nach kurzem Flug noch zwei Ehrenrunden und landete schließlich im Mittelkreis des Hauptplatzes – und das mit einigem Getöse.

Begrüßt wurden die Wolferstädter Überflieger mit lautstarkem Applaus von Spielerkollegen, Fans und Funktionären sowie der Champions-League-Hymne. Kurze Grußworte sprachen Anton Eireiner, Vorsitzender des TSV Wemding, sowie Bürgermeister Martin Drexler: Für den Rathauschef ist die neue Kooperation auch „ein Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Region im Raum Wemding“. Eireiner war einer der wenigen Eingeweihten aus dem Wemdinger Lager, denn er musste die notwendige Lande-Erlaubnis für den Helikopter unterschreiben. „So etwas signiert man auch nicht jeden Tag“, meinte er lachend. Eine vergleichbare Show gab es auf der Robertshöhe nur 1992, als der frühere Turn-Weltmeister Eberhard Gienger beim Gastspiel des FC Bayern München per Fallschirm einflog und den Ball im Gepäck hatte. (Quelle: DZ/unf)

 

 

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